Suchen Sie eine Empathie Definition? Stehen Sie vor einer Prüfung -etwa einem Assessment Center – und möchten sich über Soziale Kompetenzen belesen? Fragen Sie sich, ob Sie Empathie lernen können? Verfügen Sie über ein sehr hohes Maß an Empfindsamkeit und Einfühlungsvermögen, können sich aber schlecht abgrenzen? Vielleicht stellen Sie sich die Frage, wie Sie all die aufgenommenen Stimmungen anderer Menschen weniger an sich heranlassen und nein sagen lernen können? Die Herangehensweisen an diese Fragestellungen unterscheiden sich grundlegend. Dies ist wenig verwunderlich, startet der eine doch mit einer vermeintlich (zu) geringen Empathie, der andere mit einer scheinbar (zu) großen. Ich habe auf dieser Homepage daher schon gleich zu Beginn eine Abzweigung vorgesehen, mit der Sie auf treffende Unterseiten gelangen. Wenn Sie zunächst ganz allgemeine Informationen zur Empathie lesen sowie einen Empathie Test machen möchten, scrollen Sie einfach diese Seite weiter hinunter… Ein besonderer Tipp bevor es mit der Empathie losgeht: Einen lesenswerten Blog, der zwar vorrangig zur Hochsensibilität berichtet, der aber auch immer wieder Fragen der Empathie streift, finden Sie hier.

Eine persönliche Bitte:

Ich möchte einen Kurs zum Thema Empathie entwickeln. Diesen möchte ich hier kostenlos anbieten. Dazu brauche ich allerdings Ihre Hilfe. Ich möchte Ihre Wünsche berücksichtigen.

Woran sind Sie interessiert?

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Vielen Dank fürs mitmachen!

Inhaltsverzeichnis:

Mit den folgenden Links springen Sie direkt zu den einzelnen Themen:

1. Schnell orientiert
2. Empathie Definition
3. Vor- und Nachteile
4. Empathie Test
5. Testauswertung
6. Video über Empathie
7. Kommentare

Empathie

Auch wenn das Leben natürlich sehr viel komplexer ist: Ich möchte den Versuch unternehmen, dem Grund Ihres Besuches auf dieser Homepage schon an dieser Stelle zu entsprechen. Wenn Sie nicht an einem Empathie Test interessiert sind, sondern bereits eine gute Einschätzung darüber haben, ob Sie selbst eher empathisch sind oder es vielleicht erst werden wollen, klicken Sie bitte auf eine der folgenden Ausfahrten:

Empathie lernen  Empathie abgrenzen

 Mir mangelt es an Empathie          Ich bin ein empathischer Mensch

Empathie Definition

Unter Empathie wird die Fähigkeit und die Bereitschaft verstanden, sich in die Gefühle und Gedanken anderer Menschen hineinzufühlen. Mancherorts wird der Begriff auch als Einfühlungsvermögen, Empfindsamkeit, Mitgefühl oder Teilnahme umschrieben. Ein empathischer Mensch erhält in besonderer Weise Zugang zu Reaktionen wie Mitleid, Trauer oder anteilnehmender Freude.

Nach Paul Ekmann muss bei der Definition zwischen kognitiver und emotionaler Empathie unterschieden werden. Demnach soll man mittels kognitiver Empathie erkennen können, was ein anderer fühlt. Erst die emotionale Empathie solle jedoch fühlen lassen, was der andere fühlt. Das Mitleiden bringe einen dann dazu, dass man dem anderen helfen wolle. Es gibt noch weitere Vorstellungen davon, was Empathie konkret auszeichnen soll. Beispielhaft verweist Arthur Ciaramicoli auf den Unterschied zwischen authentischer und funktionaler Empathie. Hier geht es etwa um den manipulativen Einsatz, beispielsweise im Bereich der Werbung.

Empathie nein sagen
Die Definition von Empathie

Vor- und Nachteile der Empathie

Wie (fast) immer, gibt es auch hinsichtlich einer ausgeprägten Empathie zwei Seiten der Medaille. Den vielen Vorteilen können auch einige Nachteile gegenüber stehen:

Vorteile

Es hat viele Vorteile, wenn Sie über Empathie verfügen. Zumeist hilft Empathie dabei, tiefergehende Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Als empathischer Mensch können Sie sich in Ihre Gesprächspartner hineinversetzen. Sie erspüren die Sorgen und Nöte, sind andererseits aber auch imstande, die Freuden Ihres Gegenübers zu teilen. Mit dem Verständnis darüber, warum manche Menschen in gewisser Weise reagieren, bringen Sie eine hilfreiche Eigenschaft mit, Ihrem Umfeld angemessen und gerecht zu begegnen. Diese Vorteile der Empathie wirken sich überall dort aus, wo Sie mit Menschen zu tun haben. Sie wirken im Privatleben und im Berufsleben gleichermaßen. Gerade in Führungspositionen hat das Maß der vorliegenden Empathie oft erheblichen Einfluss auf die Mitarbeiter-Vorgesetzten-Verhältnisse und auf die Arbeitsergebnisse. In Verhandlungen kann diese Eigenschaft eingesetzt werden, um Positionen des Gegenübers zu interpretieren und entsprechend zu reagieren. Mit dem Wissen um die Wirkung der eigenen Wörter und des gezeigten Verhaltens, steigt die Überzeugungskraft. Im privaten Umfeld sind empathische Menschen oftmals begehrte Gesprächspartner, die sich durch echte Anteilnahme und Hilfsbereitschaft hervorheben. Empathische Menschen werden eher als sympathisch erlebt.

Die Vorteile auf den Punkt gebracht:

  • Verständnis
  • Anteilnahme
  • Hilfsbereitschaft

Dabei können die einzelnen Vorteile selbständlich von Person zu Person varrieren und unterschiedlich stark zur Ausprägung gelangen.

Nachteile

Nachteile einer hohen Empathie sind vor allem dort zu finden, wo es einem Menschen nicht gelingt, sich abzugrenzen. In maßloser Ausprägung kann Empathie dazu führen, dass die Gefühle andere die eigenen Empfindungen überlagern. „Zu“ empathische Menschen können in Fällen besonderer emotionaler Betroffenheit nicht „bei sich“ bleiben, sie übernehmen die Gefühle ihres Gegenübers. Hier kann es besonders wichtig sein, eine bessere Abgrenzung zu lernen und „nein“ sagen zu können. Dies hilft auch dabei, von seinem Umfeld nicht ausgenutzt zu werden. Empathischen Menschen gelingt es nicht immer, die eigenen Bedürfnisse im Auge zu behalten und herangetragene Wünsche oder erfühlte Nöte andere auch einmal hinter der eigenen Person anzustellen. Dabei ist ein „gesunder Egoismus“ durchaus wichtig. Die Öffnung und Hilfe für das Umfeld profitiert sogar davon.

Manche sind der Ansicht, dass mitfühlende Menschen ganz grundsätzlich einem Fluch ausgesetzt sind. Immerhin scherten sich auch die meisten anderen nicht um einen selbst, so dass andere zu viel Mitgefühl nicht verdient hätten. Diese Ansicht basiert jedoch auf einem negativ gezeichneten Menschenbild. Sicher gibt es auch egoistische und wenig umsichtige Personen. Eine Pauschalierung in Richtung „der Mensch ist schlecht“ wird den gleichermaßen vorhandenen liebenswerten Menschen jedoch nicht gerecht. Der Ansicht, dass Empathie per se ein Fluch sein soll kann ich nicht folgen. Sie nährt sich leider oftmals selbst, da Menschen mit missgünstigen Vorannahmen oftmals auch genau die Vorurteile bestätigt werden, die sie mitbringen. Hierzu gibt es eine kleine überlieferte Geschichte: „In einem Dorf sitzen ein junger sowie ein alter, weiser Mann an einem Brunnen. Ein Reisender kommt vorbei und fragt den alten Mann: „wie sind die Menschen hier in Deinem Dorf?“ Der alte Mann erwidert die Frage: „sag mir erst, wie sind die Menschen dort wo Du herkommst?“. Der Fremde antwortet: „die Menschen aus meiner Heimat sind unfreundlich, egoistisch und gierig“. Da sagt der alte Mann: „so sind die Menschen auch hier“. Der Reisende zieht daraufhin weiter. Kurze Zeit später kommt ein zweiter Reisender vorbei. Auch er fragt den alten Mann: „sag mir, was sind es für Menschen an diesem Ort?“. Auch dem zweiten Fremden gibt der alte Mann die Frage zurück. Der Reisende antwortet „dort wo ich herkomme sind die Menschen gut zueinander, hilfsbereit, freundlich und offen“. Der alte Mann lächelt daraufhin und sagt dem Reisenden: „so sind die Menschen auch hier“. Als der Reisende weitergezogen ist, fragt der junge Mann aus dem Dorf den alten: „wieso hast Du den beiden Reisenden zwei völlig verschiedene Beschreibungen über die Menschen hier mitgegeben? Der alte Mann antwortet: „Ich habe beiden die Wahrheit gesagt, denn jeder Mensch findet im Leben das was er mitbringt“.

Die Nachteile auf den Punkt gebracht:

  • Gefahr der Übernahme „fremder“ Emotionen
  • Gefahr, die eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen
  • Gefahr, ausgenutzt zu werden

Auch hier erlebt jeder die möglichen Nachteile höchst individuell, so dass nur eine allgemeine Tendenz wiedergegeben weden kann. Wer gelernt hat, mit seiner Empathie umzugehen, meidet die benannten Nachteile von vornherein. Die hohe Empathie ist dann ein Segen.

Chancen und Gefahren noch einmal zusammengefasst:
Empathie
ChancenMenschen verstehenAnteil nehmenhilfsbereit sein
Gefahrenfremde Emotionen uebernehmenausgenutzt werden

Empathie Test Ergebnis
Nun aber, der Empathie Test…

Der Empathie Test

Wie oben dargestellt, gibt es unterschiedliche Vorstellungen darüber, was unter Empathie zu verstehen ist. Diesem Umstand geschuldet ist es auch schwer möglich, einen allgemeingültigen Empathie Test vorzuhalten, der allen gerecht würde. Es wurden dennoch verschiedene Tests entwickelt, die den Versuch größtmöglicher Reliabilität und Validität unternehmen. Hierzu zählen etwa der „Interpersonal Reactivity Index“ von Mark Davis sowie der „Toronto Empathy Questionnaire“ von Nathan Spreng. Beide haben einen wissenschaftlichen Anspruch. Die Bearbeitung dieser Tests sollte entsprechend fachkundig begleitet werden. Anders verhält es sich für die unzähligen Tests, die online verfügbar sind und eher dem Einstieg ins Thema dienen. So verhält es sich auch mit dem unten stehenden Empathie Test. Für diesen Test wurden die Fragen und Antworten verschiedener anderer Verfahren betrachtet, zusammengeführt und mit eigenen Erfahrungen abgeglichen. Nach Art einer Meta-Analyse wurden die folgenden Fragen als mögliche Hinweisgeber auf eine hohe oder geringe Empathie herausgearbeitet. Noch einmal ist zu betonen, dass ein solcher online Test nicht den Anspruch haben kann, wissenschaftlich belastbare Aussagen zu treffen. Der Test soll lediglich einer ersten Annäherung ans Thema dienen. Bei weitergehendem Interesse müsste eine individuelle Betrachtung der eigenen Person erfolgen, losgelöst von den Verallgemeinerungen solcher online Tests.

20 Aussagen, 80 Punkte:

Der Empathie Test beinhaltet 20 Aussagen.  Bitte notieren Sie für die Aussage

trifft gar nicht zu:    1 Punkt
trifft eher nicht zu:  2 Punkte
trifft eher zu:           3 Punkte
trifft voll zu:             4 Punkte

Wenn Sie mit dem Empathie Test fertig sind, zählen Sie bitte die Punkte zusammen. Die Test-Auswertung erfolgt dann im Anschluss.

1.   Ich achte auf die Körpersprache von Menschen
2.   Ich merke schnell, wenn es meinem Gegenüber schlecht geht
3.   Im Gespräch mit Menschen spüre ich schnell, wenn ihre Gefühle mit ihrem Gesagten nicht übereinstimmen.
4.   Ich merke, wenn man mich anlügt
5.   Traurige Filme gehen mir sehr nahe
6.   Geht es Menschen schlecht, habe ich Mitleid mit ihnen
7.   Freuen sich andere Menschen, freue ich mich mit
8.   Es fällt mir schwer, mich emotional von anderen abzugrenzen
9.   Ich kann gut zuhören.
10. Stimmungen anderer nehme ich nicht nur wahr, sie beeinflussen mich oftmals.
11.  Ich versuche mein Gegenüber zu verstehen, bevor ich ihm Vorwürfe mache.
12.  Ich stelle mir oft vor, wie ich mich selbst in bestimmten Situationen verhalten würde
13.  Gewalt in Nachrichten oder in Filmen wühlt mich auf.
14.  Der Umgang mit Menschen, insbesondere in Gruppen, kostet mich oft Energie.
15.  Manche Themen (zB. Kindesmißbrauch) erzeugen bei mir körperliche Auswirkungen wie Wut oder Beklemmung.
16.  Es belastet mich, wenn andere eine schlechte Meinung von mir haben
17.  Ich habe einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.
18.  Menschen aus meinem Umfeld vertrauen sich mir oft an.
19.  In Konflikten kann ich oft gut vermitteln.
20.  Wenn ich anderen helfen kann, vernachlässige ich auch schon mal eigene Belange.

Auf wieviele Punkte kommen Sie in Ihrem Empathie Test? Wählen Sie Ihren Punktebereich und klicken Sie auf den Button:

Wie viele Punkte haben Sie erreicht?

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Auswertung Empathie Test

20-32 Punkte:

Diesem Test zufolge fällt es Ihnen schwer, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und deren Empfindungen wahrzunehmen. Sie sind mit großer Wahrscheinlichkeit wenig empathisch. Es könnte sein, dass Sie dadurch ein unbeschwerteres Leben haben. Sorgen anderer gehen Ihnen vielleicht nicht so nahe, manche Dinge werden gar nicht erst an Sie herangetragen. Es könnte jedoch auch sein, dass Ihnen wertvolle Erfahrungen im Leben entgehen und dass Ihre Beziehungen eher an der Oberfläche bleiben. Können Sie mehr Empathie lernen? Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

33-45 Punkte:

Sie konnten einige Fragen im Test als eher oder sogar voll zutreffend beantworten. Überwiegend haben Sie die Fragen für sich jedoch verneint. Es spricht einiges dafür, dass Ihre Empathie eher gering ausgeprägt ist. Damit kann jedoch nur ein erster Anhalt gegeben werden. Reflektieren Sie Ihre eigenen Wahrnehmungen und Empfindungen. Möglicherweise steckt mehr in Ihnen, als Sie bislang erschließen konnten. Verlassen Sie sich nicht allein auf Ihre Rationalität. Wie Sie an dem Zugang zu Ihren Wahrnehmungen arbeiten können, habe ich hier beschrieben.

46-65 Punkte:

Sie sind mit einiger Wahrscheinlichkeit ein empathischer Mensch. Sie haben verschiedene wiederkehrende Merkmale empathischer Personen für sich bejaht. Vermutlich treffen Sie mit Ihren Einschätzungen zu den Gefühlen der Menschen in Ihrem Umfeld oft ins Schwarze und sind ein geschätzter Ansprechpartner für allerlei Lebensfragen. Dies könnte auch daran liegen, dass Sie in der Lage sind, Mitgefühl zu entwickeln. Achten Sie mit Ihrem hilfsbereiten Wesen dennoch darauf, die eigenen Interessen nicht zu vernachlässigen. Wenn Sie am Umgang mit Ihrer Empathie noch weiter arbeiten möchten, habe ich Ihnen hier einige Informationen zusammengestellt.

66-80 Punkte:

Nach diesem Empathie-Test gelingt es Ihnen gut, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Sie wissen, wie es Ihrem Gegenüber geht, auch wenn man Ihnen etwas anderes vormachen möchte. Sie sind ein hilfsbereiter Mensch und sind in Ihrem Umfeld gerade in schwierigen Lebensphasen gefragt. Dass Sie Mitgefühl entwickeln können, eröffnet Ihnen erwachsene tiefergehende Beziehungen. Möglicherweise kann es Sie aber auch an Ihre Grenzen bringen, was insbesondere dann geschehen kann, wenn Ihnen die emotionale Abgrenzung nicht gelingt. Dies ist etwa dann der Fall, wenn Sie die Stimmungen anderer übernehmen und es Ihnen schwer fällt, bei sich zu bleiben. Wie es Ihnen gelingen kann, auf die eigenen Belange zu achten, habe ich hier aufgeführt. Dort finden Sie auch Anregungen, wie Sie Ihre Empathie im privaten und beruflichen Umfeld noch gezielter einsetzen können. Da Sie ganz offensichtlich über einige Sensibilität verfügen, könnten Sie in einem weiteren Test prüfen, wie sensibel Sie tatsächlich sind.

Ein Video über Empathie

Zum Schluss ein kleines Video von Arno Gruen. Arno Gruen ist ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Psychologe und Psychoanalytiker, der sich unter anderem mit diesem Thema beschäftigt hat.

Was hat Sie auf diese Seite geführt? Waren Sie von Ihrem Test-Ergebnis überrascht? Was stellen Sie mit den Erkenntnissen nun an? Ich freue mich, wenn Sie einen kleinen Kommentar da lassen:

10 comments

  1. Barbara Dehof says:

    Hallo, ein mir emotional sehr nahe stehender Mensch ist schwer erkrankt und ich habe diese Anspannung bei ihm wahrgenommen. Wir konnten sonst immer über vieles sehr
    persönliches reden. In diesem Fall leider nicht. Die Ungewissheit eventuell einen so sehr liebenden Menschen zu verlieren, hat mir sehr viel Kraft gekostet. Trotz vieler gutgemeinter Versuche, Brief schreiben, Blumen bringen, ist mir ein persönliches und vielleicht auch ihn erleichterndes Gespräch gelungen. Ich musste mich jetzt zurücknehmen um nicht persönlich Schaden zu nehmen. Und hoffe und warte darauf,
    dass er sich meldet, wenn es für ihn passt. Herzlichen Dank für ihre bereichernden Ausführungen. Barbara Dehoff

    • Kosten says:

      Liebe Barbara Dehof !
      Ihr Post ist nun etwas älter , trotzdem antworte ich. (Ps. ich habe mehr als 66 Punkte auf den test ). Bitte bedrängen sie den Menschen nicht, er spricht sonst gar nicht mehr. Er weiss schon, dass er zu ihnen kommen kann. Oft wird ein (über) emphatisches Verhalten von anderen als aufdringlich empfunden. Unterschätzen Sie bitte auch nicht die Geschlechterdynamik ; sie sind eine Frau , er (sie schrieben bei „ihm“) ist ein Mann. Wäre es ihr Ehemann hätten sie „mein Ehemann “ geschrieben. Im schlimmsten Fall fühlt er sich von ihnen romantisch umworben durch ihre wiederholte erfolglose Kontaktaufnahme und reagiert deshalb nicht mehr. Es ist nie empfehlenswert Menschen zu oft zu kontaktieren wenn diese nicht mehr antworten. Sie können andere nicht „zwingen “ sich ihnen zu öffnen. Mit dem traurigen möglichen Verlust der Person müssen Sie leider sowieso alleine fertig werden. Wenn sie romantisch interessiert sind und dies ihr Grund für die wiederholte erfolglose Kontaktaufnahme ist , schreiben Sie ihm einen Liebesbrief (ausser einer von ihnen ist vergeben, dann sollten Sie den Kontakt ganz unterlassen !) . Wenn es ihr Vater ist dann sieht die Sache anders aus. Fragen Sie sich WARUM sie so sehr den Kontakt suchen. Es ist schrecklich wenn nahe Menschen sterben , doch so ist das Leben. Und egal was Sie jetzt tun, nichts wird den Schmerz des Verlustes mindern. Wenn der Mensch sich melden möchte wird er es tun. Wenn nicht, unterlassen sie es bitte ihm „Druck“ zu machen. Menschen sind keine Maschinen. Sie können niemand „zwingen “ mit ihnen zu sprechen. Alles Gute! Und viel Kraft.

  2. Diana says:

    Hallo. Mein Name ist Diana, ich bin gerade mal 22 Jahre jung. Ich weiß, dass das kein Alter ist. Trotzdem war ich schon immer anders. Besonders die Trennung meiner Eltern hat mich lange verfolgt und ich wurde als „krank“ abgestempelt. Ich war sogar in Therapie, da ich kurz darauf mit Drogen in Kontakt kam. Das hat mir die emotionale Betäubung gegeben, nach der ich so lange auch mit Ritzen gesucht habe. Meine Mutter ist leider nicht die Person, die mir diese Tierfgründigkeit mitgegen hat, trotzdem lebte ich bei ihr. Jetzt, da ich einen wundervollen Menschen aus Amerika kennen gelernt habe, weiß ich, woran ich bin, was ich bin, wer ich bin. Ich kenne meine Schwächen, habe aber noch zu wenig Kontrolle. Momentan kommt alles aufeinander und ich fühle mich wie im Steinregen. Joey, der Mann aus Amerika, erzählte mir früh, er sei ein Empath. Ich wusste zunächst gar nichts damit anzufangen. Ich las also einen englischen Artikel darüber, den er selbst geschrieben hat und ignorierte es, da ich mich irgendwie unwohl dabei fühle. Vielleicht, weil ich wusste, dass auch ich so bin? Irgendwie berührte es mich, trotzdem strebte ich danach „normal“ zu sein. Doch nun, da ich den Streit zwischen meinem Vater und seiner Ex-Ehefrau live mitbekomme frage ich mich, wie man „normal“ überhaupt definiert. So bin ich auf diese Seite gekommen. Ich wollte Informationen, wissen, warum mein Vater, Joey, ein anderer Freund von mir und ich so sind, wie wir sind. Wir 4 haben alle unsere Geschichte, trotzdem verbindet uns etwas. Ich bin froh, dass es dieses aufklärende Video gibt, das habe ich gerade eben meinem Vater gezeigt. Ich weiß ganz genau, dass ihm das etwas helfen wird. Vielleicht sieht er es nicht sofort, denn auch er braucht für alles eine Erklärung. Er und auch ich streben nach Wissen, verstehen können. Doch bei manchen Menschen ist das sehr schwierig. Besonders für Empathen – wie wir es sind.

    Endlich hat das Kind einen Namen!
    Danke!

    Auch besonderen Dank an Joseph Graf aud Kalifornien, der mich in die richtige Richtung gewiesen hat.

    • Kosten says:

      Liebe Diana !
      Das nächste mal wenn Du Dich verletzen möchtest , Dich Ritzen willst, Dich betäuben willst, oder zu Drogen greifst , stell Dir bitte genau und detailliert vor, dass es uns allen anderen Empathen dabei sehr , sehr schlecht geht 🙁 Denn wir fühlen alle mit Dir! Das bedeutet: wenn Du Dich verletzt , verletzt Du uns alle. Das willst Du als Emphate hoffentlich nicht! 🙁
      Du bist nicht allein mit Deinen Gefühlen und Du bist nicht allein mit Deinem Leben. Alle Menschen sind metaphysisch vernetzt , besonders Emphaten. Ich hoffe , dieses Wissen befreit Dich. Sieh Deine Gabe „andere Lesen/spüren zu können “ als Geschenk, nicht als Belastung. Du bist wie ein Schwamm der die Gefühle anderer aufsaugt. Du kannst lernen diese Gabe zu steuern und „an und aus“ zu schalten , wie eine Superheldin. Drogen und/oder Selbstverletzungen behindern Dich Deine Gabe zu nutzen und zu steuern. Ja , Diana , wir Emphaten sind etwas besonderes. Deshalb müssen wir auch darauf achten , dass es uns allen ganz besonders gut geht. Wir müssen auf uns selber mehr aufpassen als andere. Wir müssen uns härter Abgrenzen von anderen Menschen und deren Gefühlen. Du kannst mit Deiner Gabe beruflich und privat viel erreichen auf dieser Welt , sobald Du gelernt hast sie so zu nutzen , dass sie Dir nicht schadet ! Es ist gut , wenn Du Dir dabei Hilfe holst. Diese Gabe zu steuern kann man nur von Profis ( einem guten Psychologen ) lernen . Aber was Du dort lernst hilft Dir in Deinem ganzen Leben. Du bist so jung:-) ! Lerne es bitte schnell, damit Du so schnell wie möglich beginnen kannst in der Freiheit und dem Glück zu leben, dass Du verdienst ! Die Zeit wartet nicht. Halte es bitte anderen nicht vor , dass sie diese Gabe nicht haben (zB. Deine Mutter ) , sie kann nichts dafür anders zu sein. Nutze Deine Empathie ihr ( und anderen ) zu vergeben dafür , dass sie Dich nicht versteht. Jeder Mensch ist anders. Und jeder Mensch hat seine eigene Gabe, die andere nicht sehen können . Vergebung ist eine der größten Stärken die Emphaten haben, nutze diese Stärke für Dich. Und Grenze Dich ab. Wenn andere um Dich herum streiten geh hin und sag ihnen “ Ihr verletzt MICH wenn ihr streitet “ und dann geh weg. Ich habe dies oft getan. Die Reaktionen waren in der Situation immer negativ ( „das geht Dich nicht an“ , etc.) . Aber der Streit endete meist schnell und damit hast Du Dich geschützt vor der negativer Energie. Und bei mir haben sich alle ( Freunde und Familie ) später entschuldigt und bedankt für ein friedliches , emphatisches eingreifen. Wenn du nicht reden kannst mit den Menschen, geh in der Situation schweigend weg. Geh spazieren ! Hauptsache du entfernst Dich friedlich und sicher(!) von negativer Energie. Du bist nicht allein mit Deinen Gefühlen. Du hast kein „Problem “ , sondern eine „Gabe „, nämlich die „Superkraft“ andere zu lesen/zu „spüren“.. lerne diese Kraft zu nutzen ohne dass sie Dich selber verletzt. 🙂 Alles Gute ! Und viel Kraft Diana (btw. Diana ist eine römische Göttin, Google sie mal 🙂 )

  3. Hiltrud says:

    Hallo, erst einmal vielen Dank. Dieser Artikel kam gerade im richtigen Moment für mich. Alle Zweifel und auch Verzweiflung sind nach dem Lesen völlig ausgeräumt. Ja, ich gehe meinen Weg bewußt weiter

  4. Martine says:

    Auch von mir ein hallo an alle „mitbetroffenen“ und interessierte „mitmenschen“………
    wieso ich auf dieser site gelandet bin……….?
    weil ich in meinem bisherigen leben für mich persönlich die Erfahrung gemacht habe, dass dieses angebliche „geschenk“ eher eine last als eine bereicherung war……………….
    (emphatie-test „bestanden“ mit 77 !)
    und ist ……………..
    im sinne des wortes „beLASTung“ !!!!!
    hört sich irgendwie bitter an………….
    meine ich auch so…………

    lg martine

    • Kerstin says:

      Hallo Martine, genauso sehe ich das mittlerweile auch. Ich habe die Empathie bisher immer als Stärke gesehen, aber gerade merke ich, dass sie zunehmend zur Last wird!! Ich mag sie nicht mehr haben, diese übertriebene Empathie…

      LG Kerstin

  5. Kerstin Becker says:

    Hallo Zusammen,

    ich bin schon ein etwas älteres Semester(43), mein Testergebniss ist 88, wobei ich dies schon zuvor wusste. Bin Krankenschwester und meine Patienten fühlen sich immer wohl und verstanden, ich nehme mir für jeden immer Zeit. Arbeite auf einer neurologischen Station, mit vielen Schlaganfallpat. u. z.B. Multiple Sklerose Pat….., Viele von Ihnen fallen in ein tiefes Loch.
    Das ich ein Helfersyndrom besitze, weiss ich natürlich auch.
    Und mir fällt es sehr schwer, selbst Hilfe anzunehmen.
    In letzter Zeit, hatte auch ich eine schwere Zeit, bis ich nach meinem letzten Nachtdienst ( arbeite seit 16 Jahren nur im Nachtdienst) selbst einen Krampfanfall erlitten habe.
    Mein innerlicher Stresspegel ist für mich selbst zur Krankheit geworden.
    Jetzt brauche auch ich eine Auszeit, wobei ich mir jetzt schon wieder Gedanken mache, dass andere meinen Dienst übernehmen müssen.
    Würde gerne schon wieder aufspringen und weitermachen, jedoch weiss ich, dass dies zur Zeit einfach nicht möglich ist.
    Habe schon länger versucht, mit autogenem Training und progressivem Muskeltraining meinen Level runter zu fahren, gelingt mir aber immer nur für kurze Zeit.
    Mein Kopf kann nicht lange abschalten, Gedanken kreisen ständig…
    Gerne würde ich mal Ratschläge von jemandem bekommen, dem es ähnlich geht.

    Freue mich auf eure Antworten.
    Wünsche euch allen einen herzlichen , glücklichen und positiven Tag.

    GLG Kerstin

  6. Kerstin says:

    Hallo Zusammen, auch ich gehöre wohl zu dem Kreis derjenigen, die besonders empathisch sind. Was ich bisher immer als meine Stärke gesehen habe, wird für mich zunehmend zur Last. Ganz aktuell: Ich habe mich woanders beworben, weil ich bei meinem jetzigen AG nicht mehr Stunden arbeiten kann, aber ich dazu „gezwungen“ wäre (da ich meine private Situation verändern möchte u ich dafür finanziell unabhängig sein möchte).. nun ist das Vorstellungsgespräch gewesen, ich habe wohl einen guten Eindruck hinterlassen und soll zum Probearbeiten kommen. Eigentlich ein Grund zur Freude! Nur ICH kann mich NICHT freuen, da ich weiß, dass ich entweder meinem jetzigen AG (der auf mich angewiesen ist, weil ich die einzige Angestellte bin) oder dem „neuen“ AG vor den Kopf stoßen werde (Kündigung oder Angebot ablehnen). Das macht mich so fertig, dass ich jetzt schon hoffe, dass sie sich für eine der anderen Bewerberinnen entscheiden, die auch zum Probearbeiten kommen sollen. Und auch der Schritt, den ich privat gehen möchte (mich zu trennen), bring ich nicht übers Herz, weil ich da meinem Mann weh tun werde. Was mit mir ist, ist mir irgendwie egal – aber glücklich bin ich damit nicht! Das belastet mich derzeit wirklich schwer! Ich müsste mal auf die Suche nach einem Psychologen gehen, der mich da wirklich stark machen könnte…Viele liebe Grüße, Kerstin

  7. Schön hier.

    Ich freue mich, wenn ich Zukunft mehr sehen darf auf dieser Seite. Empathie ist eine tolle Gabe, die ich selbst von Geburt an mitbekommen habe. Aber auch ich habe die Schwierigkeit mit Abzugrenzen. Menschen mit schlechter Laune oder echten Problemen können auf mich wie Treibsand wirken. Sie entziehen mir meine Energie. Es wäre schön, wenn du einen Kurs zu Abgrenzungstechniken entwickelst.

    Viele Grüße

    Melanie

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